ALTE LIEBE


Alte Liebe
Inh. Benjamin Mitschele
Ludwigstraße 32-34
86152 Augsburg
Tel. 0821 – 44801537
INFO@ALTE-LIEBE-AUGSBURG.DE
www.alte-liebe-augsburg.de

Wein 0,25l – 6,00 €
Maracuja-Schorle 0,5l – 3,40 €
Pan Carasau – 5,00 €
Zander 17,00 €




Die Alte Liebe in Augsburg war ursprünglich ein Geheimtipp unter den Studenten, um gut, günstig, unkonventionell und auf kleinem Raum zu Essen und zu Trinken. Doch schnell hat sich die kleine „Studentenkneipe mit Slowfood“ zu einem absoluten Favoriten in der Augsburger Gastronomie entwickelt. Sogar Sternekoch Christian Grünwald (August in Augsburg) lobt den Besitzer und Koch Benjamin Mitschele. Er setzt auf eine kleine Standardkarte und eine wöchentlich wechselnde Karte mit rund 10 Gerichten.

 

Doch zurück zu unserem ersten Eindruck. Der Begriff „Studentenkneipe“ trifft es schon ganz gut, denn das Restaurant ist eingerichtet wie eine Studentenbude. Alte Türen wurden zu Tischen umfunktioniert, es scheint so, als ob es keine zwei gleichen Stühle in diesem Raum gibt (es gibt 50 Plätze), es wirkt wie ein großes Wohnzimmer. Die Gäste passen entsprechend rein – Hipster, Studenten, Ökos, hauptsache nicht Mainstream. Es passt aber auch so gut zum Flair, dieses „Hipster“, dass sich irgendwie auch wieder in der Karte wiederspiegelt. Der Service ist schnell bei uns am Tisch, freundlich und aufmerksam. Sie bietet mir sogar an, einen Wein auf Probe zu kosten, bevor ich ihn bestelle, was in der Augsburger Gastro absolut nicht üblich ist. Die Getränke kommen entsprechend schnell, obwohl das halbe Lokal bereits voll ist. Da die Alte Liebe inzwischen abends auch immer recht schnell voll ist, bietet sich eine Reservierung absolut an.

 

In großer Runde entschieden wir uns dazu, die Karte einmal querdurch zu probieren, sowohl von der Standard-Karte, als auch von der Wochenkarte (die zu Beginn der Woche auf Facebook veröffentlicht wird). Dabei waren wir total offen für alles und haben uns an ungewöhnliche Gerichte wie Pane Carasau (ein sardisches Hirtenbrot mit Oliven, Tomate und Basilikum), Matzeballsuppe und Pastramie Sandwich gewagt. Aber auch weit verbreitete Gerichte wie Zander, Pulled Pork Burger und New York Cheesecake haben sich auf unserem Türen-Tisch wiedergefunden. Die Wartezeit für das Essen war insgesamt völlig okay, das Essen war für unseren Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig, was allerdings nicht schlecht sein soll. Denn Benjamin Mitschele schreibt es sich selbst zu, rein nachhaltig zu kochen und zwar mit Lebensmitteln aus der Region und ohne unnötige Zusatzsstoffe. Da schmeckt der Kichererbsendip auch rein nach Kichererbsen und der Dip aus Rote Beete nach eben dieser.

 

Die Stimmung war den ganzen Abend über herrlich, die Location ist perfekt für einen gemütlichen Abend mit Freunden, auf ein Bierchen oder zwei oder ein ausgefallenes alkoholisches Getränk. Da sich die Alte Liebe im Herzen Augsburgs, gleich beim Theater, befindet, ist es auch nicht schlimm, wenn aus dem einen ausgefallenen alkoholischen Getränk mal 3 oder 6 werden. Denn wer nicht mit dem Auto reinfahren und direkt im Parkhaus nebenan parken möchte, kommt auch super mit den Öffis in die Stadtmitte.

 

Egal, ob nun eine Matzebällchensuppe, ein Bierchen oder der ein oder andere Cocktail, vor der Rechnung braucht der Gast sich nicht zu fürchten, die Preise sind in einem Bereich, der von mir als absolut okay und fair eingestuft werden kann. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt genau und hier kann einwandfrei günstig gegessen werden.

 

 

Die Alte Liebe ist für jeden da, ob Student, arbeitende Menschen, junge, alte, coole, uncoole Leute, egal von welchem Schlag. Fast-Food-Liebhaber haben es allerdings schwer, denn hier gibt es nur gesund! Auch Geschäftspartner sollten sich für ein wichtiges Geschäftsessen lieber eine andere Lokalität suchen, denn der gemütliche Abend verleitet sonst eventuell doch dazu, die Arbeit Arbeit sein zu lassen und sich lieber entspannteren Themen zu widmen.


Hard Facts

  • Reservierung: nicht zwingend, aber ratsam
  • Parkmöglichkeiten: Parkhaus direkt nebenan
  • Lage: mitten in der City beim Theater ums Eck, gut mit den Öffis zu erreichen
  • Erscheinungsbild: klein aber fein
  • Ausstattung: wie in einer Studentenbude, unkonventionell, nichts passt zueinander, sehr charmant
  • Service: schnell, freundlich, aufmerksam
  • Küche: Zutaten kommen ausschließlich aus der Region, das Reh auch mal vom Onkel, nachhaltige Zubereitung, keine Zusatzstoffe
  • Teller: von den Portionen wird der Normalo satt
  • Preis/Leistung: absolut in Ordnung – Vorspeisen bereits ab 5 Euro, Hauptgerichte bis zu 20 Euro
  • Anlass: Gemütliches Beieinandersitzen mit Freunden, Philosophieren über Umweltschutz, Fair Trade und andere hippe Dinge
  • Gesamteindruck: gemütlicher Abend, der etwas eigenartig begann (aufgrund des Konzepts) und nach rascher Eingewöhnung sehr entspannt und vollgefuttert geendet hat
  • Öffnungszeiten: täglich ab 18 Uhr bis der letzte Gast geht
  • Sitzplätze: 50